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Garten und Landschaftsbau: Aufgaben, Ausbildung und Kosten

Kurzantwort: Garten- und Landschaftsbau, kurz GaLaBau, umfasst das Anlegen und Pflegen von Grünflächen: Erd- und Pflanzarbeiten, Wege, Mauern, Terrassen, Teiche, Entwässerung und Dachbegrünung. 2025 haben 19.898 Betriebe mit 131.746 Beschäftigten 11,11 Milliarden Euro umgesetzt, gut 57 Prozent davon in Privatgärten. Die Ausbildung zum Gärtner der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau dauert drei Jahre.

Wer „Garten und Landschaftsbau“ sucht, will meist eines von zwei Dingen wissen: Was macht so ein Betrieb überhaupt, und wie finde ich einen guten? Oder: Wie wird man Landschaftsgärtner?

Beide Fragen hängen zusammen. Wer weiß, was die Branche leistet und wie sie ausbildet, erkennt auch, ob ein Angebot für die eigene Terrasse Hand und Fuß hat.

Hier stehen die Aufgaben, die aktuellen Zahlen des Bundesverbands, der Weg in den Beruf und die Punkte, an denen du einen seriösen Betrieb erkennst.

Was Garten- und Landschaftsbau umfasst

Landschaftsgärtner bauen und pflegen öffentliche und private Grünflächen. Dazu gehören Erdarbeiten, das Pflanzen von Bäumen, Hecken und Stauden, das Anlegen von Rasen und die Pflege im Jahresverlauf.

Ein großer Teil der Arbeit ist Bauhandwerk im Freien: Wege pflastern, Mauern und Treppen setzen, Terrassen bauen, Zäune stellen, Teiche und Regenwasseranlagen anlegen, Drainagen verlegen. Dazu kommen Dach- und Fassadenbegrünung sowie Sportplätze, weshalb der Verband „Sportplatzbau“ im Namen führt.

Die Planung übernimmt oft ein Landschaftsarchitekt. Der GaLaBau-Betrieb setzt den Plan um. Kleinere Privatgärten planen viele Betriebe aber selbst, häufig mit eigenen Planern im Haus.

Die Branche in Zahlen

Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) mit Sitz in Bad Honnef veröffentlicht jedes Jahr eine Branchenstatistik. Für 2025 meldet er einen Umsatz von 11,11 Milliarden Euro, nach 10,65 Milliarden im Jahr 2024. Das ist ein Plus von 4,3 Prozent.

19.898 Betriebe teilen sich diesen Umsatz, 4.254 davon sind Mitglied in einem der elf Landesverbände. Sie beschäftigen 131.746 Menschen, so viele wie nie zuvor. 8.089 Auszubildende lernten 2025 den Beruf in den umlagepflichtigen Betrieben.

Die Kunden sind vor allem Privatleute. 56,87 Prozent des Umsatzes, also 6,32 Milliarden Euro, kommen aus Privatgärten. 21,23 Prozent entfallen auf öffentliche Auftraggeber, der Rest auf Wohnungsbau, Industrie und Sonstiges. Die Zahl der Insolvenzen stieg 2025 auf 133 in der Gesamtbranche, bei den Verbandsmitgliedern sank sie auf neun.

Ausbildung und Aufstieg

Der Beruf heißt Gärtner oder Gärtnerin der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Die duale Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und wechselt zwischen Betrieb und Berufsschule, oft im Blockunterricht.

Danach stehen mehrere Wege offen: der Meister, der Techniker oder ein Studium in Landschaftsbau oder Landschaftsarchitektur an einer Hochschule. Der Meisterbrief ist Voraussetzung, um selbst auszubilden.

Wer in den Beruf will, sollte draußen arbeiten mögen, bei jedem Wetter. Der Alltag verbindet Pflanzenkenntnis mit Bautechnik, Maschinenführung und Rechnen: Höhen, Gefälle und Mengen müssen stimmen, bevor die erste Platte liegt.

Was ein Auftrag kostet

Feste Preislisten gibt es im Garten- und Landschaftsbau nicht. Was eine Terrasse oder ein Weg kostet, hängt vom Untergrund, vom Aushub und seiner Entsorgung, vom Material und vom Maschineneinsatz ab. Ein Angebot sollte diese Positionen einzeln ausweisen, damit du vergleichen kannst.

Der Zeitpunkt spielt ebenfalls eine Rolle. Im Frühjahr sind die Auftragsbücher voll, im Spätherbst und Winter haben viele Betriebe Kapazität für Pflaster- und Erdarbeiten. Pflanzungen gehören ohnehin in den Herbst oder das zeitige Frühjahr, weil die Gehölze dann anwachsen.

Einen Teil holst du dir vom Finanzamt zurück. Handwerkerleistungen rund ums eigene Haus mindern die Einkommensteuer nach § 35a EStG um 20 Prozent der Arbeitskosten, höchstens um 1.200 Euro im Jahr. Das gilt nur für die Arbeit, nicht für Material, und nur mit Rechnung und Überweisung. Bar bezahlt zählt nicht.

So erkennst du einen guten Betrieb

Ein Fachbetrieb schaut sich das Grundstück vor dem Angebot an. Er fragt nach Bodenart, Wasserabfluss und Nachbargrenzen. Wer ohne Ortstermin einen Pauschalpreis nennt, rät.

Lass dir Referenzen zeigen, am besten Gärten, die schon zwei oder drei Jahre alt sind. Frisch gepflanzt sieht alles gut aus. Ob Pflasterung und Pflanzung halten, zeigt sich später.

Achte auf ein schriftliches Angebot mit Positionen, einen Bauzeitenplan und ein Abnahmeprotokoll am Ende. Für Pflanzen lohnt eine vereinbarte Fertigstellungspflege, denn Anwachsen braucht Wasser in den ersten Wochen. Die Mitgliedschaft in einem Landesverband ist ein Hinweis auf Fortbildung und Tarifbindung, aber keine Garantie. Betriebe in deiner Nähe findest du über die Betriebssuche der Landesverbände, über die Handwerkskammer oder über Nachbarn, deren Garten dir gefällt.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Gärtner und Landschaftsgärtner?

Gärtner ist der Ausbildungsberuf mit mehreren Fachrichtungen, etwa Zierpflanzenbau, Baumschule oder Gemüsebau. Landschaftsgärtner ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau.

Wie finde ich Garten- und Landschaftsbau in meiner Nähe?

Über die Betriebssuche des jeweiligen Landesverbands, die Handwerkskammer oder die örtliche Baumschule, die oft mit Betrieben zusammenarbeitet. Drei Angebote mit Ortstermin sind ein guter Maßstab.

Wie lange dauert die Ausbildung?

In der Regel drei Jahre, dual in Betrieb und Berufsschule. Mit Abitur oder einer vorherigen Ausbildung ist eine Verkürzung möglich.

Kann ich die Kosten für den Landschaftsgärtner absetzen?

Ja, als Handwerkerleistung nach § 35a EStG: 20 Prozent der Arbeitskosten, bis zu 1.200 Euro Steuerermäßigung pro Jahr, nur bei Rechnung und Überweisung.

Brauche ich für eine Terrasse eine Baugenehmigung?

Das regelt die Landesbauordnung und hängt von Größe, Höhe und Lage ab. Frag vor dem Auftrag beim Bauamt nach, der Betrieb kennt die örtlichen Regeln meist ebenfalls.

Wie viele Betriebe gibt es in Deutschland?

Laut BGL-Branchenstatistik waren es 2025 genau 19.898 Betriebe mit 131.746 Beschäftigten.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Jonas, Redaktion spatenfreunde.de — er schreibt hier über Garten, Pflanzen und die Arbeit im Beet.

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