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Kurzantwort: Der Drachenbaum steht hell ohne direkte Mittagssonne und wird erst gegossen, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist. Braune Blattspitzen kommen meist von zu viel Wasser, zu kalkhaltigem Gießwasser oder trockener Heizungsluft. Er verträgt Rückschnitt problemlos.
Der Drachenbaum, botanisch Dracaena, ist eine der robustesten Zimmerpflanzen. Er verzeiht Vernachlässigung besser als Übereifer.
Die meisten Probleme entstehen durch zu gut gemeinte Pflege: zu viel Wasser, zu viel Dünger, zu oft umgetopft.
Der richtige Standort
Hell bis halbschattig ohne direkte Mittagssonne ist ideal. Ein Platz zwei bis drei Meter vom Südfenster entfernt funktioniert gut.
Bunt gefärbte Sorten brauchen mehr Licht als grüne. Zu dunkel gestellt verlieren sie ihre Zeichnung.
Zugluft und kalte Füße mag er nicht. Auf kaltem Steinboden im Winter leidet die Wurzel.
Gießen

Gegossen wird erst, wenn die obere Erdschicht von zwei bis drei Zentimetern abgetrocknet ist. Die Fingerprobe genügt.
Im Sommer bedeutet das etwa einmal pro Woche, im Winter alle zehn bis vierzehn Tage.
Überschüssiges Wasser wird nach zwanzig Minuten aus dem Untersetzer gegossen. Staunässe lässt die Wurzeln faulen.
Braune Blattspitzen

Die häufigste Ursache ist zu viel Wasser. Faulende Wurzeln transportieren nichts mehr, und die Spitzen trocknen ein.
Die zweite Ursache ist kalkhaltiges Leitungswasser. Der Drachenbaum reagiert empfindlich auf Kalk und Fluorid.
Die dritte ist trockene Heizungsluft. Ein Platz über der Heizung ist für ihn der schlechteste im Raum.
Das richtige Gießwasser
Weiches Wasser ist deutlich besser als hartes. Regenwasser oder abgestandenes, gefiltertes Wasser sind ideal.
Wer nur hartes Leitungswasser hat, lässt es 24 Stunden stehen. Das hilft gegen Chlor, nicht gegen Kalk.
Braune Spitzen können abgeschnitten werden, ohne der Pflanze zu schaden. Ein schmaler grüner Rand bleibt dabei stehen.
Düngen
Von April bis September alle vier Wochen mit Grünpflanzendünger in halber Dosierung.
Im Winter wird nicht gedüngt. Die Pflanze wächst kaum und nimmt nichts auf.
Überdüngung zeigt sich als weißer Belag auf der Erde und braune Blattränder.
Umtopfen

Alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr wird umgetopft. Der neue Topf ist nur wenige Zentimeter größer.
Eine Drainageschicht aus Blähton am Topfboden verhindert Staunässe. Sie ist bei dieser Pflanze besonders sinnvoll.
Normale Grünpflanzenerde reicht. Sie kann mit einem Drittel Sand oder Perlite aufgelockert werden.
Zurückschneiden
Der Drachenbaum verträgt Rückschnitt gut. Geschnitten wird am Stamm, wo die Pflanze verzweigen soll.
Unterhalb der Schnittstelle treiben meist zwei bis drei neue Triebe aus. So wird aus einer kahlen Pflanze wieder eine buschige.
Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr. Die Schnittstelle wird nicht behandelt, sie trocknet von allein ab.
Vermehren
Der abgeschnittene Kopf lässt sich als Steckling verwenden. Er kommt in ein Glas Wasser oder direkt in feuchtes Substrat.
Nach vier bis sechs Wochen bilden sich Wurzeln. Warm und hell steht er dabei am besten.
Auch Stammstücke von zehn Zentimetern Länge treiben aus, wenn sie richtig herum eingesteckt werden.
Giftigkeit
Der Drachenbaum ist für Katzen und Hunde giftig. Er enthält Saponine, die Erbrechen und Speichelfluss auslösen.
Für Menschen gilt er als schwach giftig. Kinder sollten nicht an den Blättern kauen.
In Haushalten mit Katzen ist ein unerreichbarer Standort nötig oder eine andere Pflanze die bessere Wahl.
Häufige Fragen
Warum bekommt mein Drachenbaum braune Blattspitzen?
Meist zu viel Wasser, kalkhaltiges Gießwasser oder trockene Heizungsluft. Alle drei lassen sich abstellen.
Wie oft muss ich gießen?
Wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist, im Sommer etwa wöchentlich, im Winter alle zehn bis vierzehn Tage.
Kann ich den Drachenbaum schneiden?
Ja, er verträgt Rückschnitt gut und treibt unterhalb der Schnittstelle wieder aus.
Ist der Drachenbaum giftig?
Für Katzen und Hunde ja. Für Menschen gilt er als schwach giftig.
Welcher Standort ist richtig?
Hell bis halbschattig ohne direkte Mittagssonne. Bunte Sorten brauchen mehr Licht als grüne.
Wie vermehre ich ihn?
Über Kopf- oder Stammstecklinge in Wasser oder feuchtem Substrat. Nach vier bis sechs Wochen wurzeln sie.
Die häufigsten Arten
Dracaena marginata hat schmale, rot gerandete Blätter und einen dünnen Stamm. Sie ist die häufigste im Handel.
Dracaena fragrans, der Duftende Drachenbaum, hat breite Blätter und wächst kräftiger. Er verträgt etwas weniger Licht.
Dracaena reflexa, die Song of India, hat gelb gerandete Blätter und braucht besonders viel Licht, um die Zeichnung zu behalten.
Schädlinge
Spinnmilben sind das häufigste Problem, besonders bei trockener Heizungsluft. Feine Gespinste in den Blattachseln sind das erste Zeichen.
Abduschen der Pflanze und eine höhere Luftfeuchte helfen im Anfangsstadium. Bei starkem Befall braucht es ein Mittel aus dem Fachhandel.
Schild- und Wollläuse kommen ebenfalls vor. Sie sitzen auf der Blattunterseite und hinterlassen klebrige Rückstände.
Warum der Drachenbaum so heißt
Der Name geht auf den Kanarischen Drachenbaum zurück, dessen rotes Harz als Drachenblut bezeichnet wurde. Es wurde früher als Farbstoff und Heilmittel gehandelt.
Die Zimmerpflanzen im Handel stammen meist aus Afrika oder Madagaskar. Mit dem kanarischen Baum sind sie nur entfernt verwandt.
Als Zimmerpflanze bleibt der Drachenbaum bei ein bis zwei Metern. In seiner Heimat werden die Arten mehrere Meter hoch.
Der Drachenbaum als Luftreiniger
Die NASA untersuchte in den 1980er Jahren Zimmerpflanzen auf ihre Fähigkeit, Schadstoffe aus der Luft zu filtern. Dracaena war dabei eine der getesteten Arten.
Die Ergebnisse stammen aus geschlossenen Kammern und lassen sich nicht direkt auf Wohnräume übertragen. Für eine messbare Wirkung bräuchte es sehr viele Pflanzen.
Als Argument für eine Anschaffung taugt das wenig. Als robuste, pflegeleichte Zimmerpflanze überzeugt der Drachenbaum trotzdem.
Quellen
- NABU: Pflanzen im Haus und auf dem Balkon
- Bundesamt für Verbraucherschutz: Pflanzenschutz im Haushalt
Das passt dazu
Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:
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Geschrieben von Clara, Redaktion spatenfreunde.de — sie schreibt hier über Garten, Pflanzen und die richtige Pflege.







