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Titelbild: „crassula ovata“ von marissa · CC BY 2.0 · via Flickr · zugeschnitten
Kurzantwort: Als Geldpflanze werden drei verschiedene Zimmerpflanzen verkauft: der Geldbaum (Crassula ovata), der Glückstaler (Pilea peperomioides) und die Glückskastanie (Pachira aquatica). Am häufigsten ist der Geldbaum. Er will einen sehr hellen Platz, durchlässiges Substrat und deutlich weniger Wasser, als die meisten ihm geben.
Die Pflege scheitert selten am Licht und fast immer an der Gießkanne. Ein Geldbaum, dessen Blätter weich werden und abfallen, steht in den allermeisten Fällen zu nass.
Dazu kommt die Verwechslung der drei Arten. Sie stammen aus völlig verschiedenen Familien und wollen unterschiedlich behandelt werden.
Dieser Text klärt zuerst, welche Pflanze auf dem Fensterbrett steht, und geht dann die Pflege durch.
Welche Pflanze ist gemeint?
Der Geldbaum (Crassula ovata), auch Pfennigbaum genannt, gehört zu den Dickblattgewächsen und stammt aus der südafrikanischen Kapregion. Er wächst als verzweigter, immergrüner Strauch mit dickem Stamm und wird in seiner Heimat bis zu 2,5 Meter hoch. Die Blätter sind fleischig, verkehrt-eiförmig und drei bis neun Zentimeter lang, der Blattrand oft rötlich.
Der Glückstaler (Pilea peperomioides) hat runde, schildförmige Blätter auf langen Stielen und gehört zu den Brennnesselgewächsen. Er ist keine Sukkulente und braucht gleichmäßiger Feuchtigkeit.
Die Glückskastanie (Pachira aquatica) erkennt man am geflochtenen Stamm und den handförmig geteilten Blättern. Sie kommt aus Mittel- und Südamerika.
Standort und Licht
Der Geldbaum verträgt volle Sonne und braucht sie auch. Ein Süd- oder Westfenster ist richtig, mehrere Stunden direkte Sonne täglich sind kein Problem. Steht er zu dunkel, vergeilt er: Die Triebe werden lang, die Abstände zwischen den Blattpaaren größer, die Pflanze kippt.
Von Mitte Mai bis September darf er nach draußen. Der Wechsel geschieht langsam über ein bis zwei Wochen an einem geschützten, hellen Platz, sonst bekommen die Blätter Sonnenbrand in Form heller, später brauner Flecken.

Gießen — der häufigste Fehler
Als Sukkulente speichert der Geldbaum Wasser in Blättern und Stamm. Er wird erst gegossen, wenn das Substrat vollständig durchgetrocknet ist. Im Sommer sind das meist zehn bis vierzehn Tage, im Winter noch seltener.
Gegossen wird kräftig, bis Wasser aus dem Abzugsloch läuft. Was danach im Übertopf oder Untersetzer steht, wird nach zwanzig Minuten weggeschüttet. Dauerhaft nasse Wurzeln faulen, und die Pflanze zeigt das mit weichen, glasigen Blättern, die sich leicht ablösen.
Ein schrumpeliges, aber festes Blatt bedeutet dagegen Wassermangel. Dieser Zustand ist harmlos und lässt sich mit einer Gabe beheben.
Substrat und Umtopfen
Normale Blumenerde hält zu viel Wasser. Richtig ist ein mineralisch betontes Gemisch: Kakteenerde, oder Blumenerde zu einem Drittel bis zur Hälfte mit Bims, Lavagranulat oder grobem Sand gemischt. Das Abzugsloch bleibt offen, eine Drainageschicht aus Blähton schadet nicht.
Umgetopft wird alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr, jeweils eine Topfgröße weiter. Ein Tontopf ist einem Kunststofftopf vorzuziehen: Er ist schwerer, und ein älterer Geldbaum wird kopflastig.
Gedüngt wird sparsam. Von April bis August genügt alle vier Wochen ein Kakteendünger in halber Konzentration.
Überwintern und zum Blühen bringen
Von Oktober bis Februar steht die Pflanze hell und kühl, ideal bei zehn bis fünfzehn Grad. Gegossen wird in dieser Zeit nur so viel, dass die Blätter nicht einschrumpeln, gedüngt gar nicht.
Diese kühle Ruhephase ist die Voraussetzung für Blüten. In Südafrika blüht Crassula ovata in den kühlen Wintermonaten von Juni bis August mit sternförmigen, weißen bis rosafarbenen Blüten von etwa 15 Millimetern Durchmesser, die süßlich duften. Im warmen Wohnzimmer bleibt die Blüte fast immer aus.
Schneiden und vermehren
Geschnitten wird im Frühjahr. Wer die Triebspitzen über einem Blattpaar kürzt, bekommt eine dichtere, kompaktere Krone. Alte, verkahlte Äste lassen sich bis ins verholzte Holz zurücknehmen, dort treibt die Pflanze wieder aus.
Die Vermehrung ist unkompliziert: Ein Blatt oder ein Kopfsteckling wird abgetrennt und zwei bis drei Tage an der Luft antrocknen gelassen. Erst dann kommt er in leicht feuchtes, mageres Substrat. Wer sofort in nasse Erde steckt, bekommt Fäulnis statt Wurzeln.
Wenn Blätter fallen
Massiver Blattfall hat vier gängige Ursachen: zu viel Wasser, zu wenig Licht, kalte Zugluft im Winter und ein plötzlicher Standortwechsel. Weiche, dunkle Blätter deuten auf Nässe, blasse und langgezogene Triebe auf Lichtmangel.
Weiße Watteflocken in den Blattachseln sind Wollläuse. Sie lassen sich mit einem in Alkohol getauchten Wattestäbchen abtupfen. Der Befall tritt fast nur an geschwächten Pflanzen in warmen, dunklen Winterquartieren auf.
Glückstaler und Glückskastanie im Kurzporträt
Der Glückstaler steht hell, aber ohne pralle Mittagssonne. Sein Substrat bleibt gleichmäßig leicht feucht, ohne je zu vernässen. Er dreht die Blätter zum Licht, weshalb der Topf alle paar Wochen gedreht wird, damit er gerade wächst. Vermehrt wird er über die Ableger, die von selbst neben dem Wurzelhals erscheinen.
Die Glückskastanie verträgt einen etwas dunkleren Platz und will ebenfalls antrocknen dürfen. Ihr geflochtener Stamm entsteht in der Gärtnerei aus mehreren jungen Pflanzen und ist kein natürlicher Wuchs. Zugluft und kalte Füße auf einem Steinboden bekommen ihr schlecht, dann wirft sie Blätter ab.
Allen drei Arten gemeinsam ist, dass sie im Winter deutlich weniger Wasser brauchen als im Sommer. Wer die Gießmenge über das ganze Jahr gleich hält, verliert die Pflanzen meist zwischen November und Februar.
Häufige Fragen
Wie schnell wächst ein Geldbaum?
Langsam. Ein Zuwachs von fünf bis zehn Zentimetern im Jahr ist normal, ältere Exemplare wachsen noch langsamer.
Verträgt der Glückstaler dieselbe Pflege?
Nein. Er will hellen, aber nicht vollsonnigen Stand und gleichmäßig leicht feuchtes Substrat.
Warum werden die Blätter rot?
Rötliche Blattränder entstehen bei viel Sonne und sind kein Schaden, sondern eine normale Reaktion.
Braucht die Pflanze einen großen Topf?
Eher nicht. In zu großen Töpfen bleibt Substrat lange nass, was die Wurzeln gefährdet.
Quellen
- Geldbaum (Crassula ovata) – Wikipedia
- Dickblattgewächse – Wikipedia
- Pilea peperomioides – Wikipedia
- Glückskastanie – Wikipedia
Das passt dazu
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- Baumpflege im Garten: Wasser, Schnitt und Kontrolle
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Geschrieben von Doreen fuer spatenfreunde.de. Standort, Boden und Zeitpunkt stehen bei jeder Empfehlung dabei.

Doreen liebt Stauden, Rosen und alles, was blüht. Sie schreibt über Pflege, Standort und die Fehler, die jeder einmal macht.







