Bis wann Rhabarber ernten: Erntezeit und Johannistag

Veröffentlicht am 30.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Die Rhabarberernte endet traditionell am Johannistag, dem 24. Juni. Bis dahin lassen sich die Stangen ab dem Frühjahr bequem ernten. Danach braucht die Pflanze Zeit, um Kraft für das nächste Jahr zu sammeln.

Kurzantwort: Rhabarber erntet man von April bis etwa Ende Juni. Spätestens am 24. Juni ist Schluss, damit die Pflanze im nächsten Jahr wieder gut austreibt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Erntezeit: April bis Ende Juni
  • Stichtag: Johannistag am 24. Juni
  • Erste Ernte: ab dem zweiten Standjahr
  • Blätter sind ungenießbar und gehören auf den Kompost

Rhabarber ernten: Die Erntezeit im Überblick

Die Saison beginnt mit dem Austrieb im Frühjahr. Sobald die Stangen etwa 30 Zentimeter lang sind, lohnt sich der erste Griff. Das ist in milden Regionen oft im April der Fall, in kühleren Lagen eher im Mai. Das Bundeszentrum für Ernährung nennt als Hauptsaison für deutschen Rhabarber die Monate April bis Juni.

Der Frühling entscheidet über den Start. Ein warmer März treibt die Knospen früh, ein später Frost bremst sie aus. Wer eine Folie oder einen Rhabarbertopf über die Pflanze stellt, kann die Ernte um ein bis zwei Wochen vorziehen. Solche Pflanzen brauchen danach aber eine längere Erholung.

Bis wann Rhabarber ernten: Der Johannistag am 24. Juni

Die alte Gärtnerregel ist einfach. Am Johannistag hört man auf. Wikipedia nennt den Johannistag als traditionelles Ende der Erntesaison, ebenso wie beim Spargel. Der 24. Juni fällt in die Zeit der Sommersonnenwende und gilt seit Generationen als Schlusspunkt für die Rhabarberernte.

Die Regel hat zwei Gründe. Erstens muss die Pflanze ab Juli neue Reserven in den Rhizomen einlagern. Diese unterirdischen Wurzelstöcke speichern die Energie für den Austrieb im nächsten Frühjahr. Zweitens steigt der Oxalsäuregehalt im Jahresverlauf stark an, wie die Wikipedia-Beschreibung der Pflanze festhält. Die Stangen schmecken dann herber und werden zäher.

Wie oft und wie viel pro Pflanze ernten

In der Saison lässt sich etwa alle acht bis 14 Tage ernten. Diesen Rhythmus nennt Wikipedia für die Ernte im Anbau. Im Hausgarten reicht das Tempo völlig aus. Wichtiger ist die Menge pro Gang.

  • Ein Drittel bis die Hälfte: Mehr Stangen sollten pro Termin nicht fehlen.
  • Mindestens drei bis vier Blätter: Sie lassen die Pflanze weiter Photosynthese betreiben.
  • Erst die dicksten Stangen: Die dünnen bleiben stehen und wachsen nach.
  • Keine Dauerernte: Nach dem Johannistag ruht die Schere.

Rhabarber richtig abziehen: Schritt für Schritt

Schneiden ist die schlechteste Methode. Die zurückbleibenden Stummel faulen gern und locken Pilze an. Besser funktioniert das Abdrehen.

  • Die Stange möglichst tief am Boden fassen.
  • Leicht zur Seite ziehen und dabei drehen.
  • Das Blatt direkt am Beet abschneiden und auf den Kompost legen.
  • Die Stange sofort in die Küche bringen, denn sie welkt schnell.

Kurzantwort: Rhabarber wird nicht abgeschnitten. Man dreht die Stange nah am Boden heraus und lässt pro Ernte mindestens die Hälfte der Blätter stehen.

Das Blatt gehört nicht in die Küche. Es enthält gesundheitsschädliche Oxalsäure und kann bei rohem Verzehr Erbrechen und Kreislaufstörungen auslösen. Auf dem Kompost verrottet es problemlos.

Erste Ernte: Warum Geduld im ersten Jahr zählt

Frisch gesetzte Pflanzen brauchen Zeit. Im ersten Standjahr sollten Gärtner die Stangen stehen lassen. Laut Wikipedia erfolgt die erste Ernte im Freiland im zweiten Jahr nach dem Setzen. Die Kultur dauert meist fünf bis sechs Jahre, danach lässt die Kraft nach.

Wer mit der Pflanze lange Freude haben will, teilt den Stock nach einigen Jahren. Das gelingt im zeitigen Frühjahr oder im Herbst. Jedes Teilstück braucht mindestens eine kräftige Knospe. Bei der Planung des Beets hilft der Aussaatkalender für Gemüse.

Blüte ausbrechen: So bleibt die Kraft in den Stangen

Ab Mai schiebt Rhabarber gern einen dicken Blütentrieb. Er sieht auffällig aus, kostet aber viel Energie. Wikipedia beschreibt, dass die jungen Blütenstände beim Ernten der Blätter abgebrochen werden, um den Ertrag zu erhöhen. Im Garten funktioniert das genauso. Den Trieb möglichst früh und tief am Ansatz herausbrechen.

Nach der Ernte: Düngen und Pflegen

Rhabarber ist ein Starkzehrer. Nach dem letzten Erntegang freut er sich über reifen Kompost oder eine Mulchschicht aus Grasschnitt. Bei Trockenheit gießen ihn Gärtner durchdringend. Der Boden sollte humos und locker sein, der Standort sonnig bis halbschattig.

Im Herbst ziehen die Blätter ein und der Stock ruht. Die Pflanze ist winterhart und braucht kaum Schutz. Ein Rhabarberbeet passt gut neben andere Nutzpflanzen, etwa in einen neu angelegten Gemüsegarten.

Rhabarber lagern, verarbeiten und einfrieren

Nach der Ernte hält sich Rhabarber in ein feuchtes Tuch gewickelt einige Tage im Gemüsefach, so das Bundeszentrum für Ernährung. Dünne Stangen müssen nicht geschält werden. Bei dicken Stangen zieht man die groben Fasern vom Ende her ab.

Zum Einfrieren schneidet man die Stangen in Stücke und verpackt sie luftdicht. Beliebt ist die Kombination mit Erdbeeren, etwa in Konfitüre oder Kompott. Wer wissen möchte, wann die Beeren reif sind, findet Hinweise zur Erdbeersaison. Auch Beerensträucher wie die Johannisbeere tragen im Frühsommer.

Vorsicht bei Oxalsäure

In den Stielen stecken laut Wikipedia im Schnitt rund 460 Milligramm Oxalsäure je 100 Gramm. Der Stoff bindet Calcium. Bei Menschen mit Nieren- oder Gallenproblemen sowie bei Kindern ist Vorsicht geboten. Wer unsicher ist, fragt Arzt oder Ärztin.

Fazit

Rhabarber erntet man von April bis zum Johannistag am 24. Juni. Geduld im ersten Jahr, Abdrehen statt Schneiden und ein Schlusspunkt Ende Juni sichern kräftige Pflanzen über viele Jahre. Die Blätter bleiben tabu.

FAQ – Häufige Fragen

Bis wann darf man Rhabarber ernten?

Traditionell bis zum Johannistag am 24. Juni. Danach braucht die Pflanze Ruhe, damit sie im nächsten Jahr wieder kräftig austreibt.

Ist Rhabarber nach dem 24. Juni giftig?

Giftig wird er nicht über Nacht. Der Oxalsäuregehalt steigt im Laufe des Jahres. Die Stangen werden faserig. Deshalb endet die Ernte Ende Juni.

Wann beginnt die Rhabarberernte?

Je nach Witterung im April. Die Hauptsaison für deutschen Rhabarber liegt laut Bundeszentrum für Ernährung zwischen April und Juni.

Darf ich Rhabarber im ersten Jahr ernten?

Besser nicht. Die Pflanze baut im ersten Standjahr Wurzeln und Rhizome auf. Die erste Ernte folgt üblicherweise im zweiten Jahr nach dem Setzen.

Wie viele Stangen darf ich pro Pflanze abziehen?

Ein Drittel bis die Hälfte der Stangen pro Erntegang genügt. Mindestens drei bis vier Blätter sollten stehen bleiben.

Wie erntet man Rhabarber richtig?

Die Stange nah am Boden fassen, leicht drehen und seitlich herausziehen. Abschneiden lässt Stummel zurück, die faulen können.

Was passiert, wenn ich zu lange ernte?

Die Pflanze schwächt sich. Im Folgejahr treiben dünnere Stangen aus. Der Ertrag sinkt spürbar.

Muss ich die Blüte entfernen?

Ja, ausbrechen ist sinnvoll. Der Blütentrieb kostet die Pflanze viel Kraft, die sonst in die Stangen und Rhizome fließt.

Kann ich die Rhabarberblätter essen?

Nein. Die Blätter enthalten Oxalsäure in gesundheitsschädlicher Menge. Sie gehören auf den Kompost, nicht in die Küche.

Wie lange hält geernteter Rhabarber?

In ein feuchtes Tuch gewickelt hält er sich im Gemüsefach einige Tage. Kleingeschnitten lässt er sich gut einfrieren.

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Quellen

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