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Kurzantwort: Die beste Zeit, um Kirschlorbeer zu pflanzen, ist das Frühjahr ab April oder der Herbst bis Oktober. Im Herbst bildet die Pflanze keine neuen Triebe mehr und kann in Ruhe anwachsen, bevor der Winter kommt. Auch milde Wintertage eignen sich, solange der Boden nicht gefroren ist.
Kirschlorbeer, botanisch Prunus laurocerasus, zählt zu den beliebtesten Heckenpflanzen in deutschen Gärten. Der immergrüne Strauch wächst dicht, bildet ledrige, glänzende Blätter und eignet sich gut als Sichtschutz. Wer sich für diese Pflanze entscheidet, sollte trotzdem den richtigen Pflanzzeitpunkt kennen, damit die Hecke schnell anwächst und gesund gedeiht.
In diesem Ratgeber erfährst du, wann sich Frühjahr und Herbst für die Pflanzung eignen, worauf du beim Boden achten musst und wie du frisch gesetzte Kirschlorbeersträucher pflegst. Außerdem gehen wir auf die Herkunft der Pflanze ein und darauf, warum Naturschützer vom Kirschlorbeer im Garten abraten.

Frühjahr oder Herbst: Die beste Pflanzzeit
Kirschlorbeer lässt sich im Frühjahr ab April oder im Herbst bis Oktober pflanzen. Im Herbst bildet die Pflanze keine neuen Triebe mehr, wodurch sie ihre Kraft in die Wurzelbildung steckt. Das erleichtert das Anwachsen vor dem Winter. Im Frühjahr beginnt der Kirschlorbeer dann stark zu wachsen, weshalb eine Pflanzung zu diesem Zeitpunkt ebenfalls gute Ergebnisse bringt. Manche Anbieter nennen einen längeren Zeitraum: Bei Pflanzen mit Wurzelballen ist eine Pflanzung von Ende September bis Mitte Mai möglich. Wichtig ist, dass der Boden nicht gefroren ist und keine starke Trockenheit herrscht. Wer im Sommer pflanzt, muss deutlich häufiger wässern, da die Hitze den frisch gesetzten Wurzeln zusetzt.
Warum der Herbst oft empfohlen wird
Im Herbst ist der Boden noch warm, die Lufttemperaturen sinken jedoch bereits. Diese Kombination begünstigt das Wurzelwachstum, ohne dass die Pflanze gleichzeitig neue Blätter und Triebe bilden muss. Der Kirschlorbeer kann sich so vollständig auf die Verankerung im Boden konzentrieren. Bis zum ersten Frost hat die Pflanze meist genug Zeit, um anzuwachsen. Das senkt das Risiko, dass sie im Winter durch Trockenheit oder Frost geschädigt wird. Wer im Herbst pflanzt, sollte trotzdem an regelmäßiges Gießen denken, solange es noch nicht dauerhaft friert. Ein Winterschutz aus Mulch oder Laub schützt die Wurzeln zusätzlich vor Kälte.
Frühjahrspflanzung: Das spricht dafür
Im Frühjahr beginnt die Wachstumsphase des Kirschlorbeers. Wer zu dieser Zeit pflanzt, sieht schnell sichtbare Ergebnisse, weil die Pflanze zügig neue Triebe bildet. Ideal ist ein Zeitpunkt ab April, wenn keine starken Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Ende März kann zusätzlich gedüngt werden, etwa mit Kompost oder Hornspänen, damit die Pflanze gut versorgt in die Saison startet. Ein Vorteil der Frühjahrspflanzung ist die längere Zeit bis zum Winter, in der sich die Pflanze an ihren Standort gewöhnen kann. Nachteilig ist, dass im Sommer häufiger gegossen werden muss, da die Pflanze durch das aktive Wachstum mehr Wasser braucht.
Boden und Standort vorbereiten
Kirschlorbeer bevorzugt einen durchlässigen, nährstoffreichen Boden. Vor dem Pflanzen lohnt es sich, die Erde zu lockern und Staunässe zu vermeiden, da die Wurzeln empfindlich auf zu nasse Böden reagieren. Ein sonniger bis halbschattiger Standort eignet sich gut, wobei die Pflanze auch schattigere Bereiche verträgt. Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen sein. Wird Kompost oder reifer Mist untergemischt, verbessert das die Nährstoffversorgung in den ersten Wochen. Bei der Pflanzung einer Hecke empfiehlt sich eine Schnur als Orientierung, damit die Reihe gerade wird und die Abstände zwischen den einzelnen Pflanzen gleichmäßig bleiben.
Pflanzabstand und Heckenaufbau
Für eine dichte Hecke braucht der Kirschlorbeer ausreichend Platz, damit sich die Wurzeln entfalten können. Je nach gewünschter Enddichte und Sorte variiert der empfohlene Abstand zwischen den Pflanzen. Nach dem Setzen wird der Wurzelballen gut angedrückt und großzügig gewässert, damit sich die Erde um die Wurzeln setzt. In den ersten Wochen nach der Pflanzung ist regelmäßiges Gießen wichtig, besonders bei trockenem Wetter. Ein Rückschnitt kurz nach der Pflanzung kann das buschige Wachstum fördern. Wer eine gleichmäßige Hecke möchte, sollte alle Pflanzen zur gleichen Zeit setzen, damit sie ähnlich schnell wachsen.
Düngung nach der Pflanzung
In den ersten Jahren profitiert der Kirschlorbeer von einer regelmäßigen Düngung. Empfohlen wird eine Versorgung zweimal jährlich, im Frühjahr sowie im Juli. Ende März eignet sich eine erste Düngergabe, etwa mit Kompost oder Hornspänen, um den Neuaustrieb zu unterstützen. Die zweite Düngung im Sommer hilft der Pflanze, das Wachstum bis zum Herbst abzuschließen. Eine Düngung zu spät im Jahr sollte vermieden werden, da neue Triebe dann nicht mehr rechtzeitig verholzen und im Winter erfrieren können. Organischer Dünger wird von vielen Gärtnern bevorzugt, da er die Bodenstruktur langfristig verbessert.
Herkunft, Wuchs und Vorsicht bei Verwilderung
Die Lorbeerkirsche stammt ursprünglich aus feuchten, warmen Regionen Westgeorgiens, wo sie als Baum bis zu 18 Meter hoch wird. In Kleinasien und Europa wächst sie dagegen meist strauchartig im Unterwuchs von Wäldern. In Gärten erreicht sie Wuchshöhen von bis zu 8 Metern. Die Pflanze ist immergrün, die Blätter sind ledrig, glänzend und oben dunkelgrün. Naturschützer raten von der Pflanzung ab, weil Kirschlorbeer leicht verwildert und als invasive Art ökologische Probleme verursacht. 2013 wurde er in Deutschland zur Giftpflanze des Jahres gekürt, da alle Pflanzenteile giftig sind. Besonders die Samen bergen ein Risiko, wenn sie nicht entfernt werden.

Häufige Fragen
Kann man Kirschlorbeer auch im Winter pflanzen?
Bei mildem Wetter und unbefrorenem Boden ist eine Pflanzung bis in den Winter hinein möglich. Anbieter nennen einen Zeitraum von Ende September bis Mitte Mai für Ballenware. Bei Frost solltest du auf jeden Fall warten, bis der Boden wieder auftaut.
Wie oft muss ich frisch gepflanzten Kirschlorbeer gießen?
In den ersten Wochen nach der Pflanzung braucht der Kirschlorbeer regelmäßig Wasser, besonders bei trockenem Wetter. Der Wurzelballen darf nicht komplett austrocknen. Nach der Anwuchsphase reicht Gießen bei anhaltender Trockenheit meist aus.
Welcher Boden eignet sich für Kirschlorbeer?
Ein durchlässiger, nährstoffreicher Boden ohne Staunässe ist ideal. Schwere, verdichtete Böden solltest du vor der Pflanzung lockern und mit Kompost verbessern. So kann sich der Wurzelballen gut ausbreiten.
Warum raten Naturschützer vom Kirschlorbeer ab?
Kirschlorbeer verwildert leicht und gilt als invasive Pflanzenart. Er kann sich in Wäldern ausbreiten und dort heimische Pflanzen verdrängen. Wer das vermeiden möchte, sollte Samenstände regelmäßig entfernen oder alternative Heckenpflanzen wählen.
Ist Kirschlorbeer giftig für Haustiere und Kinder?
Alle Pflanzenteile des Kirschlorbeers sind giftig, wobei das Fruchtfleisch nur äußerst gering giftig ist. Die Samen enthalten dagegen relevante Giftmengen und sollten nicht verzehrt werden. In Gärten mit Kindern oder Haustieren ist Vorsicht geboten.
Quellen
Kirschlorbeer pflanzen: So setzen Sie eine Hecke
Kirschlorbeerhecke pflanzen – Schritt für Schritt
Wann Kirschlorbeer Hecken pflanzen
Kirschlorbeer: Unkompliziert, aber umstritten
Geschrieben von Clara, Redaktion spatenfreunde.de — sie schreibt hier über Garten, Pflanzen und die richtige Pflege.







