Rasen säen: Zeitpunkt, Menge und die ersten Wochen

Kurz gesagt: Die besten Zeiträume sind Mitte April bis Anfang Juni und Mitte August bis Ende September. Der Boden muss dauerhaft mindestens 10 Grad warm sein. Gerechnet wird mit 25 bis 30 Gramm Saatgut je Quadratmeter. In den ersten drei Wochen darf die Fläche nie austrocknen.

Der Spätsommer ist der bessere Termin: warmer Boden, ausreichend Feuchtigkeit, wenig Unkrautdruck.

Der Zeitpunkt

Entscheidend ist nicht das Datum, sondern die Bodentemperatur. Unter 10 Grad keimt Rasensaat nicht oder sehr ungleichmäßig.

Frühjahr: ab Mitte April, wenn keine Nachtfröste mehr drohen. Nachteil: Im Sommer folgt Trockenstress, und Unkraut keimt mit.

Spätsommer: Mitte August bis Ende September – der bessere Termin. Der Boden ist warm, der Herbst bringt Feuchtigkeit, das Unkraut hat seine Hauptzeit hinter sich.

Bis zum ersten Frost sollten mindestens sechs bis acht Wochen bleiben.

Die Vorbereitung

1. Fläche räumen. Alte Grasnarbe, Wurzelunkräuter und Steine entfernen.

2. Umgraben oder fräsen, etwa 15 bis 20 Zentimeter tief.

3. Einebnen und verdichten. Mit Rechen abziehen, dann walzen oder antreten.

4. Ruhen lassen. Ein bis zwei Wochen setzen sich lassen, dann Unebenheiten ausgleichen und keimendes Unkraut entfernen.

Dieser Schritt wird am häufigsten übersprungen – und rächt sich später mit Senken im Rasen.

Das Aussäen

25 bis 30 Gramm je Quadratmeter, bei Nachsaat weniger. Mehr bringt keinen dichteren Rasen, sondern Konkurrenz unter den Keimlingen.

Die Saat wird in zwei Durchgängen quer zueinander ausgebracht – das verhindert Streifen.

Anschließend nur leicht einharken: Rasensamen sind Lichtkeimer und dürfen nicht tief eingegraben werden. Danach walzen, damit die Samen Bodenkontakt bekommen.

Die ersten drei Wochen

Die Fläche muss dauerhaft feucht bleiben – bei warmem Wetter zwei- bis dreimal täglich in kleinen Gaben.

Trocknet der gekeimte Samen einmal aus, ist er tot. Das ist die häufigste Ursache für lückige Ergebnisse.

Die Fläche in dieser Zeit nicht betreten.

Der erste Schnitt

Bei einer Halmhöhe von etwa 8 bis 10 Zentimetern, zurück auf 5 Zentimeter. Das Messer muss scharf sein, sonst reißt es die noch flach wurzelnden Halme heraus.

Erst ab dem dritten oder vierten Schnitt kann tiefer gemäht werden.

Die Saatgutwahl

Spielrasen für den Familiengarten – strapazierfähig und regenerationsfreudig.

Zierrasen für die Optik, empfindlich gegen Betreten.

Schattenrasen für Lagen unter Bäumen.

Regel-Saatgut-Mischungen mit der Kennzeichnung RSM sind auf Sortenqualität geprüft – billige Baumarktmischungen enthalten oft Futtergräser, die schnell wachsen und schlecht aussehen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Keimung?

Je nach Temperatur 7 bis 21 Tage.

Wie viel Saatgut brauche ich?

25 bis 30 Gramm je Quadratmeter für Neuanlagen.

Kann man auf alten Rasen säen?

Nachsäen ja, nach dem Vertikutieren. Für eine Neuanlage muss die alte Narbe weg.

Wann darf man den Rasen betreten?

Nach dem zweiten bis dritten Schnitt.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Bella, Redaktion spatenfreunde.de — sie schreibt hier über Garten, Pflanzen und die richtige Pflege.

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