Gelb blühende Stauden

Gelbe Blumen: 15 Arten für das ganze Gartenjahr im Beet

Kurzantwort: Gelb blühende Pflanzen decken das ganze Gartenjahr ab. Im Februar beginnen Winterling und Schneeglanz, im Frühjahr folgen Narzisse und Forsythie, im Sommer Sonnenhut, Mädchenauge und Goldrute, im Herbst Sonnenbraut und Goldruten. Die meisten brauchen volle Sonne.

Gelb ist die Farbe, die im Beet am weitesten leuchtet. Sie zieht den Blick an und wirkt auf Distanz stärker als jede andere.

Genau deshalb wird sie oft überdosiert. In kleinen Gärten reicht eine gelbe Gruppe als Blickpunkt.

Fünfzehn gelb blühende Arten

Pflanze Blütezeit Höhe Standort
Winterling Februar–März 10 cm Halbschatten
Schneeglanz März 10 cm Sonne
Narzisse März–April 20–40 cm Sonne bis Halbschatten
Forsythie März–April 2–3 m Sonne
Kornelkirsche März–April 4–6 m Sonne bis Halbschatten
Schlüsselblume April–Mai 15–25 cm Halbschatten
Goldlack April–Juni 30–60 cm Sonne
Frauenmantel Juni–August 30–50 cm Sonne bis Halbschatten
Mädchenauge Juni–September 40–60 cm volle Sonne
Sonnenhut Juli–Oktober 60–100 cm volle Sonne
Sonnenblume Juli–September 100–300 cm volle Sonne
Sonnenbraut Juli–September 60–150 cm volle Sonne
Goldrute August–Oktober 60–150 cm Sonne
Herbst-Chrysantheme September–November 30–80 cm Sonne
Zaubernuss Januar–März 2–4 m Sonne bis Halbschatten

Mit dieser Auswahl blüht im Garten in jedem Monat außer Dezember etwas Gelbes.

Die frühen Gelben

Winterling und Zaubernuss blühen ab Januar und Februar, oft noch im Schnee.

Der Winterling breitet sich über Selbstaussaat aus und bildet mit den Jahren große Teppiche unter Gehölzen.

Die Zaubernuss blüht am kahlen Holz und duftet. Sie braucht einen leicht sauren, humosen Boden.

Narzissen

Gelbe Narzissen
Narzissen sind giftig und werden deshalb von Wühlmäusen gemieden. Foto: enneafive, CC BY 4.0

Narzissen werden im Herbst zwischen September und November gesetzt, etwa doppelt so tief wie die Zwiebel hoch ist.

Sie sind in allen Teilen giftig und werden deshalb von Wühlmäusen gemieden. Das macht sie zum idealen Schutz für empfindliche Zwiebeln.

Das Laub bleibt nach der Blüte stehen, bis es vergilbt. Nur so bildet die Zwiebel Reserven für das nächste Jahr.

Forsythie: schön, aber wertlos für Insekten

Blühende Forsythie
Die Forsythie blüht früh, bietet Insekten aber keine Nahrung. Foto: Ruth and Dave, CC BY 4.0

Die Forsythie blüht früh und auffällig. Für Insekten ist sie allerdings ohne Wert, weil sie weder Nektar noch Pollen bietet.

Wer früh blühende Gehölze für Bienen sucht, pflanzt stattdessen Kornelkirsche, Salweide oder Schlehe.

Geschnitten wird die Forsythie direkt nach der Blüte. Ein Winterschnitt entfernt die Blütenknospen des Folgejahres.

Sommerblüher

Sonnenhut im Sommer
Der Sonnenhut blüht von Juli bis in den Oktober. Foto: Scott 97006, CC BY 4.0

Sonnenhut, Mädchenauge und Sonnenbraut blühen von Juli bis in den Oktober und sind ausgesprochen pflegeleicht.

Alle drei brauchen volle Sonne und vertragen Trockenheit gut, sobald sie eingewachsen sind.

Verblühtes wird regelmäßig entfernt. Das verlängert die Blütezeit um mehrere Wochen.

Die Goldrute und ihr Problem

Die heimische Goldrute ist eine gute Bienenpflanze. Die Kanadische und die Späte Goldrute sind dagegen invasive Neophyten.

Sie breiten sich über Samen und Ausläufer stark aus und verdrängen heimische Arten. In Naturschutzgebieten werden sie aktiv bekämpft.

Im Garten sollten nur heimische Arten oder sterile Zuchtsorten gepflanzt werden.

Gelb kombinieren

Gelb und Violett ergeben den stärksten Kontrast. Sonnenhut neben Steppensalbei ist eine klassische Kombination.

Gelb mit Weiß und Grün wirkt frisch und hell. Frauenmantel eignet sich als Verbindung zwischen kräftigeren Farben.

Gelb mit Rot und Orange ergibt ein warmes, kräftiges Bild, das im Spätsommer besonders gut wirkt.

Für Bienen und Schmetterlinge

Sonnenhut, Sonnenbraut, Mädchenauge und heimische Goldrute sind wertvolle Nahrungsquellen.

Winterling und Kornelkirsche liefern die erste Nahrung im Jahr, wenn sonst kaum etwas blüht.

Gefüllte Sorten sind für Insekten wertlos. Beim Kauf lohnt der Blick auf die Blütenform.

Häufige Fragen

Welche gelben Blumen blühen im Winter?

Zaubernuss ab Januar und Winterling ab Februar. Beide blühen oft noch im Schnee.

Welche gelbe Staude blüht am längsten?

Sonnenhut und Mädchenauge blühen von Juni oder Juli bis Oktober, wenn Verblühtes entfernt wird.

Ist die Forsythie gut für Bienen?

Nein, sie bietet weder Nektar noch Pollen. Kornelkirsche und Salweide sind die besseren Alternativen.

Wann pflanzt man Narzissen?

Zwischen September und November, etwa doppelt so tief wie die Zwiebel hoch ist.

Darf ich Goldrute pflanzen?

Heimische Arten ja. Kanadische und Späte Goldrute sind invasiv und sollten nicht gepflanzt werden.

Warum darf das Narzissenlaub nicht abgeschnitten werden?

Die Zwiebel bildet über das Laub ihre Reserven für das nächste Jahr. Zu früh entfernt blüht sie schwächer.

Gelbe Blumen im Kübel

Mädchenauge, Sonnenhut und Chrysanthemen eignen sich für Töpfe. Sie brauchen dort mehr Wasser und regelmäßig Dünger.

Ein Topf ab zwanzig Litern ist sinnvoll. Kleinere trocknen im Hochsommer an einem Tag durch.

Mehrjährige Kübelpflanzen brauchen Winterschutz, weil der Ballen sonst durchfriert. Eine Hauswand und eine Vliesummantelung reichen meist.

Gelb als Leitfarbe

Gelb hat die höchste Leuchtkraft aller Blütenfarben und zieht den Blick als Erstes an. Deshalb wirkt es an einem Gartenende wie ein Ziel.

In kleinen Gärten reicht eine gelbe Gruppe. Über mehrere Beete verteilt wirkt die Farbe schnell unruhig.

Vor dunklem Hintergrund, etwa einer Hecke aus Eibe, kommt Gelb am stärksten zur Geltung.

Verblühtes entfernen

Bei Sonnenhut, Mädchenauge und Sonnenbraut verlängert das Entfernen verblühter Blüten die Blütezeit um mehrere Wochen.

Der Grund ist einfach: Die Pflanze steckt ihre Kraft dann in neue Blüten statt in Samen.

Bei Arten, die sich aussäen sollen, oder bei Sorten mit dekorativen Samenständen bleibt ein Teil stehen. Vögel nutzen sie im Winter als Nahrung.

Vermehren durch Teilen

Sonnenhut, Sonnenbraut und Chrysanthemen werden alle drei bis vier Jahre geteilt, sonst verkahlen sie von innen.

Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr, kurz nach dem Austrieb. Der Horst wird ausgegraben und mit dem Spaten geteilt.

Nur die äußeren, kräftigen Stücke kommen zurück ins Beet. Die alte Mitte wird entsorgt.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Clara, Redaktion spatenfreunde.de — sie schreibt hier über Garten, Pflanzen und die richtige Pflege.

Nach oben scrollen