Compost Heap At Capacity

Garten-Wanne aus Kunststoff: Mörtelkübel, Miniteich, Hochbeet

Kurzantwort: Die günstigste Garten-Wanne aus Kunststoff ist der Mörtelkübel aus PE-HD mit 65 oder 90 Litern. Das Material verträgt Frost, hält mit Ruß-Stabilisierung die Sonne aus und schmilzt erst bei 130 bis 140 Grad. Als Pflanzkübel bohrst du Abzugslöcher in den Boden, als Miniteich bleibt die Wanne dicht. Für Fische oder Lebensmittel brauchst du eine Wanne mit dem Glas-Gabel-Symbol.

Eine Wanne aus Kunststoff ist das vielseitigste Gefäß im Garten. Sie fängt Regenwasser, trägt Tomaten, wird zum Sandkasten oder zum Teich auf der Terrasse. Und sie kostet einen Bruchteil dessen, was ein Pflanzkübel aus dem Gartencenter kostet.

Die Auswahl ist trotzdem größer, als der Baumarkt zeigt. Neben dem Mörtelkübel gibt es Pflanzwannen, geformte Teichwannen und Tröge aus der Landwirtschaft.

Hier steht, welche Wanne wofür taugt, was das Material aushält und wie du sie als Beet oder Teich einrichtest.

Welche Wannen es gibt

Der Mörtelkübel ist die Standardwanne vom Bau: schwarz, rund oder rechteckig, meist 40 bis 90 Liter, mit verstärktem Rand. Er ist gemacht, um Zement zu mischen, und deshalb robust und günstig.

Pflanzwannen sind flacher und oft in Grau oder Terrakotta gehalten. Sie haben vorgestanzte Löcher, die du bei Bedarf öffnest. Balkonkästen gehören in dieselbe Gruppe.

Teichwannen sind fertig geformte Becken mit Stufen für Sumpf- und Tiefwasserzonen. Es gibt sie aus Polyethylen und aus glasfaserverstärktem Kunststoff, kurz GFK. GFK ist steifer und teurer, Polyethylen verzeiht Stöße besser.

Aus der Landwirtschaft kommen Tränkewannen und Futtertröge. Sie fassen oft mehrere hundert Liter und eignen sich als Regenwasserspeicher oder großes Hochbeet.

Als Regenwasserspeicher stellst du die Wanne unter das Fallrohr oder unter die Traufe eines Gartenhauses. Ein Deckel oder ein engmaschiges Netz hält Laub, Mückenlarven und neugierige Kinder fern. Für den Sandkasten reicht ein flacher Kübel mit Abzugslöchern, damit Regen abläuft und der Sand nicht sauer wird.

Was der Kunststoff aushält

Die meisten Wannen bestehen aus PE-HD, Polyethylen hoher Dichte, mit dem Recyclingcode 2. Das Material hat eine Dichte von 0,94 bis 0,97 Gramm je Kubikzentimeter und bleibt dauerhaft bis 80 Grad formstabil, kurzzeitig bis 120 Grad. Es schmilzt erst zwischen 130 und 140 Grad. Ein heißer Sommer macht ihm nichts aus.

Sonne ist der eigentliche Gegner. Ohne Schutz versprödet Polyethylen im UV-Licht. Deshalb sind Mörtelkübel schwarz: Ruß dient als UV-Stabilisator. Farbige Billigwannen ohne Stabilisator werden nach zwei, drei Sommern brüchig.

Frost schadet dem Kunststoff selbst wenig, PE bleibt auch bei Kälte zäh. Gefährlich ist das Wasser darin. Es dehnt sich beim Gefrieren aus und sprengt eine volle Wanne. Im Winter also entleeren oder so aufstellen, dass das Eis nach oben ausweichen kann.

Wanne als Pflanzkübel oder Hochbeet

Für Pflanzen bohrst du fünf bis acht Löcher von acht bis zehn Millimetern in den Boden. Ohne Abzug steht das Wasser, und die Wurzeln faulen. Darüber kommt eine Schicht Blähton oder grober Kies von drei bis fünf Zentimetern, darauf ein Vlies, dann das Substrat.

Ein 90-Liter-Kübel trägt zwei Tomatenpflanzen oder drei bis vier Kartoffelpflanzen. Kartoffeln legst du auf zehn Zentimeter Erde und häufelst nach, sobald das Kraut wächst. Stell den Kübel auf Klötze oder Füße, damit die Löcher frei bleiben und Luft unter den Boden kommt.

Als Hochbeet für den Balkon stellst du mehrere Wannen auf ein stabiles Gestell in Arbeitshöhe. Rechne mit dem Gewicht: 90 Liter nasse Erde wiegen über 100 Kilogramm.

Wanne als Miniteich

Für den Teich bleibt die Wanne dicht. Ein 90-Liter-Kübel ist rund 30 Zentimeter tief. Das reicht für eine Zwergseerose, ein Sumpfgewächs wie Sumpfdotterblume oder Zwergrohrkolben und ein paar Unterwasserpflanzen, die das Wasser klar halten.

Grabe die Wanne ein oder verkleide sie mit Holz, dann heizt sich das Wasser weniger auf. Fische gehören nicht in so wenig Wasser. Gegen Mückenlarven hilft ein kleiner Solarsprudler oder ein Netz. Im Herbst holst du die Pflanzen heraus und überwinterst sie frostfrei, die Wanne wird entleert.

Kaufen: worauf du achtest

Prüfe die Wandstärke, indem du den Rand drückst. Gibt er stark nach, biegt sich der volle Kübel beim Tragen. Ein doppelt gezogener Rand und stapelbare Form sind gute Zeichen.

Willst du Fische halten, Regenwasser zum Gießen von Gemüse sammeln oder Lebensmittel lagern, achte auf das Glas-Gabel-Symbol. Es zeigt nach der EU-Verordnung 1935/2004, dass das Material für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen ist. Mörtelkübel tragen es in der Regel nicht.

Wannen aus Recyclingkunststoff sind für Pflanzen unbedenklich und meist günstiger. Achte auf die Angabe „UV-stabilisiert“, wenn die Wanne in der Sonne steht. Rechteckige Modelle nutzen den Platz an der Hauswand besser, runde lassen sich leichter tragen und stapeln.

Häufige Fragen

Ist ein Mörtelkübel für Gemüse geeignet?

Für den Anbau ja, mit Abzugslöchern. Das Glas-Gabel-Symbol betrifft den direkten Kontakt mit Lebensmitteln, etwa beim Lagern von Obst oder von Wasser zum Trinken.

Wie bohre ich Löcher in eine Kunststoffwanne?

Mit einem Holz- oder Metallbohrer von acht bis zehn Millimetern bei niedriger Drehzahl. Die Wanne dabei umdrehen und von außen bohren, dann franst der Rand weniger aus.

Hält eine Kunststoffwanne den Winter draußen aus?

Leer ja. Gefüllt mit Wasser kann sie durch das Eis platzen. Pflanzwannen mit Erde überstehen den Frost meist, weil die Erde weniger ausdehnt als reines Wasser.

Wie groß sollte ein Miniteich sein?

Ab etwa 60 bis 90 Litern und 30 Zentimetern Tiefe hast du eine stabile kleine Wasserwelt für Zwergseerose und Sumpfpflanzen.

Wie schwer ist eine gefüllte 90-Liter-Wanne?

Mit Wasser rund 90 Kilogramm, mit nasser Erde über 100 Kilogramm. Den Standort also vorher wählen.

Quellen

Geschrieben von Jonas, Redaktion spatenfreunde.de — er schreibt hier über Garten, Pflanzen und die Arbeit im Beet.

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