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Kurz gesagt: Der Grüne Zoo Wuppertal wurde 1881 eröffnet und liegt auf einem hügeligen, rund 24 Hektar großen Gelände im Stadtteil Elberfeld. Bekannt ist er für seine Pinguinanlage, die Menschenaffen und den historischen Baumbestand. Für einen Besuch sollte man drei bis vier Stunden einplanen und festes Schuhwerk mitbringen — das Gelände ist hügelig.
Die Geschichte
Der Zoo entstand 1881 auf Betreiben einer Aktiengesellschaft von Bürgern der damals eigenständigen Stadt Elberfeld. Angelegt wurde er als Landschaftspark, und dieser Charakter ist bis heute prägend.
Anders als viele Zoos, die auf ebenem Gelände gebaut wurden, nutzt Wuppertal die Hanglage. Wege führen bergauf und bergab, alte Bäume überstehen die Anlagen, und an vielen Stellen wirkt der Zoo eher wie ein Park mit Tieren als wie eine Tieranlage mit Grün.
Seit 2009 trägt er offiziell den Namen Grüner Zoo Wuppertal — eine Anspielung auf genau diesen Charakter.
Die bekanntesten Anlagen
Pinguine. Die Anlage beherbergt Königspinguine und Eselspinguine. Sie gehört zu den Besucherlieblingen und ermöglicht Unterwasserblicke.
Menschenaffen. Gorillas, Schimpansen, Bonobos und Orang-Utans sind in Wuppertal seit Jahrzehnten ein Schwerpunkt.
Freiflughalle. Vögel bewegen sich frei, Besucher gehen mitten hindurch.
Löwen und Tiger. Großkatzenanlagen mit Außen- und Innenbereichen.
Elefanten mit Außenanlage und Haus.
Aralandia, eine begehbare Voliere für südamerikanische Papageien, eröffnet 2020.
Der Artenschutz
Der Zoo beteiligt sich an europäischen Erhaltungszuchtprogrammen. Diese Programme koordinieren die Zucht bedrohter Arten über Zoogrenzen hinweg, um genetisch gesunde Reservepopulationen zu erhalten.
Für einige Arten ist das inzwischen die letzte Absicherung — Tiere, die in freier Wildbahn kaum noch vorkommen, existieren in stabilen Zoopopulationen weiter.
Kritisch bleibt die Frage, wie gut große Arten wie Elefanten und Menschenaffen in Zoos gehalten werden können. Diese Debatte begleitet alle deutschen Zoos, und die Anlagen sind in den letzten Jahrzehnten deutlich vergrößert worden.
Die Besuchsplanung
Dauer: Drei bis vier Stunden für einen Rundgang, mit Kindern gern länger.
Schuhwerk: Feste Schuhe. Das Gelände hat spürbare Steigungen.
Kinderwagen: Möglich, aber anstrengend. Eine Trage ist auf den steilen Abschnitten bequemer.
Wetter: Der Zoo ist überwiegend ein Außengelände. Bei Regen sind die Häuser die Rückzugsorte.
Beste Zeit: Vormittags sind viele Tiere aktiver. Im Hochsommer ziehen sich Großkatzen und Affen mittags zurück.
Anreise
Der Zoo liegt im Westen von Wuppertal. Mit der Schwebebahn erreicht man die Station Zoo/Stadion, von dort sind es einige Minuten zu Fuß bergauf.
Die Schwebebahn selbst ist für viele Besucher ein eigener Anlass — sie ist das bekannteste Verkehrsmittel der Stadt und fährt über der Wupper.
Für Autofahrer gibt es Parkplätze am Gelände, die an schönen Wochenenden früh belegt sind.
Preise und Öffnungszeiten
Der Zoo hat ganzjährig geöffnet, die Zeiten unterscheiden sich zwischen Sommer- und Winterhalbjahr. Aktuelle Preise und Zeiten stehen auf der Seite des Zoos — sie ändern sich regelmäßig, weshalb hier bewusst keine Zahlen genannt werden.
Jahreskarten lohnen sich rechnerisch meist ab dem dritten Besuch. Für Familien in der Region ist das eine übliche Rechnung.
Mit Kindern
Es gibt Spielplätze im Gelände, und die Gastronomie ist auf Familien eingestellt. Was Kinder erfahrungsgemäß am meisten interessiert, sind nicht die größten Tiere, sondern die aktivsten — Erdmännchen, Pinguine, Affen.
Sinnvoll ist, nicht alles sehen zu wollen. Ein Zoobesuch, bei dem ein Kind zwanzig Minuten vor einer Anlage steht, ist mehr wert als ein vollständiger Rundgang im Eiltempo.
Der Park als Denkmal
Der alte Baumbestand ist ein eigener Grund für den Besuch. Auf dem Gelände stehen zahlreiche über hundertjährige Bäume, darunter seltene Arten, die im 19. Jahrhundert gepflanzt wurden.
Diese Kombination aus Landschaftspark und Zoo ist heute selten. Viele Anlagen aus derselben Zeit wurden im Lauf des 20. Jahrhunderts überbaut; in Wuppertal blieb die Struktur weitgehend erhalten.
Wer den Zoo im Frühjahr besucht, sieht die Rhododendren in Blüte — sie gehören zum ursprünglichen Bestand.
Zoos in der Region
Im Umkreis liegen mehrere weitere Anlagen, was für Ausflugsplanung relevant ist: der Zoo Duisburg mit seinem Delfinarium, der Kölner Zoo, der Zoo Dortmund und die Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen.
Sie unterscheiden sich deutlich im Charakter — von der klassischen Anlage bis zum Themenpark. Wuppertal ist der grünste und hügeligste unter ihnen.
Was ein Zoobesuch bringt
Neben der Erholung erfüllen Zoos vier Aufgaben, die im Bundesnaturschutzgesetz und in der EU-Zoorichtlinie festgeschrieben sind: Bildung, Forschung, Artenschutz und Erholung.
Praktisch heißt das: Schautafeln, Führungen, Beteiligung an Zuchtprogrammen und wissenschaftliche Begleitung. Ein Zoo, der diese Anforderungen nicht erfüllt, bekommt keine Genehmigung.
Für Besucher lohnt es, die Fütterungs- und Kommentierungszeiten zu beachten. Dort erfährt man deutlich mehr als beim reinen Vorbeigehen — und die Tiere sind aktiv.
Fotografieren im Zoo
Erlaubt ist das Fotografieren für private Zwecke fast immer, gewerbliche Aufnahmen brauchen eine Genehmigung. Blitzen ist in vielen Häusern untersagt, weil es Tiere erschreckt.
Für gute Bilder hilft eine einfache Regel: möglichst nah an die Scheibe herangehen, damit sich nichts spiegelt, und auf Augenhöhe des Tieres fotografieren. Ein dunkles Kleidungsstück reduziert Reflexionen zusätzlich.
Häufige Fragen
Wann wurde der Zoo eröffnet?
1881.
Wie groß ist das Gelände?
Rund 24 Hektar.
Wie lange dauert ein Besuch?
Drei bis vier Stunden.
Ist er barrierefrei?
Nur eingeschränkt – das Gelände ist hügelig.
Wie kommt man hin?
Mit der Schwebebahn bis Zoo/Stadion.
Welche Tiere sind besonders bekannt?
Pinguine, Menschenaffen und Großkatzen.
Lohnt eine Jahreskarte?
Meist ab dem dritten Besuch.
Wann sind die Tiere aktiv?
Vormittags und außerhalb der Mittagshitze.
Was macht den Park besonders?
Der über hundertjährige Baumbestand aus der Gründungszeit.
Welche Aufgaben hat ein Zoo?
Bildung, Forschung, Artenschutz und Erholung – gesetzlich vorgeschrieben.
Darf man fotografieren?
Privat ja, meist ohne Blitz.
Quellen
Geschrieben von Bella, Redaktion spatenfreunde.de — sie schreibt hier über Garten, Pflanzen und die richtige Pflege.
Geschrieben von Bella, Redaktion spatenfreunde.de — sie schreibt hier über Garten, Pflanzen und die richtige Pflege.






