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Titelbild: „Iris“ von Tobyotter · CC BY 2.0 · via Flickr · zugeschnitten
Kurzantwort: Bart-Iris werden im Juli oder August gepflanzt, und zwar so flach, dass das Rhizom oben aus der Erde schaut. Zu tief gesetzte Iris wachsen, blühen aber nicht. Alle drei bis vier Jahre wird der Horst geteilt, sonst lässt die Blüte nach.
Die Iris ist nach der griechischen Göttin des Regenbogens benannt. Der deutsche Name Schwertlilie bezieht sich auf die schmalen, aufrechten Blätter.
Die Gattung umfasst über 250 Arten mit sehr unterschiedlichen Ansprüchen. Zwei Grundtypen decken fast alle Gartensituationen ab.
Die wichtigsten Arten
Die Bart-Iris ist die bekannteste Gartenform. Sie braucht volle Sonne und durchlässigen, eher trockenen Boden.
Die Sumpf-Schwertlilie wächst dagegen im flachen Wasser oder in dauerfeuchtem Boden am Teichrand.
Die Sibirische Iris steht dazwischen: Sie mag frische, humose Böden und verträgt Halbschatten.
Warum das Rhizom oben bleibt

Bart-Iris wachsen aus einem verdickten Wurzelstock, dem Rhizom. Es liegt in der Natur an der Oberfläche.
Das Rhizom braucht Sonne zum Ausreifen. Nur ausgereifte Rhizome bilden im Folgejahr Blüten.
Zu tief gesetzt wächst die Pflanze Blätter, blüht aber nicht. Das ist der mit Abstand häufigste Fehler.
Der richtige Pflanzzeitpunkt
Juli und August sind die beste Zeit für Bart-Iris. Nach der Blüte beginnt eine kurze Ruhephase, in der sie sich gut umsetzen lässt.
Bis Ende September ist die Pflanzung möglich. Später bewurzelt die Pflanze vor dem Winter nicht mehr ausreichend.
Sibirische Iris und Sumpf-Schwertlilien werden im Frühjahr oder Herbst gepflanzt.
Standort und Boden

Bart-Iris brauchen mindestens sechs Stunden Sonne am Tag. Im Schatten blühen sie nicht.
Der Boden muss durchlässig sein. In schweren Böden hilft eine Beimischung von Sand oder Kies.
Staunässe lässt das Rhizom faulen. Auf feuchten Standorten ist ein leicht erhöhtes Beet die Lösung.
Pflanzabstand
30 bis 40 Zentimeter zwischen den Pflanzen sind angemessen. Iris breiten sich über das Rhizom seitlich aus.
Die Blattfächer werden alle in dieselbe Richtung ausgerichtet. So wachsen die Rhizome nicht ineinander.
In Gruppen von drei bis fünf Pflanzen wirkt die Iris besser als einzeln.
Pflege im Jahresverlauf
Gegossen wird nur bei anhaltender Trockenheit. Bart-Iris vertragen Trockenheit besser als Nässe.
Gedüngt wird sparsam und stickstoffarm. Zu viel Stickstoff bringt Blätter statt Blüten und macht die Rhizome faulanfällig.
Verblühte Stängel werden bodennah abgeschnitten. Die Blätter bleiben bis zum Herbst stehen.
Teilen
Alle drei bis vier Jahre wird der Horst geteilt. Er wird sonst von innen kahl und blüht immer weniger.
Das Rhizom wird ausgegraben, die alten Mittelteile entfernt und nur die kräftigen Randstücke mit Blattfächer wieder eingesetzt.
Die Blätter werden dabei auf etwa 15 Zentimeter eingekürzt. Das reduziert die Verdunstung, bis die Pflanze wieder eingewurzelt ist.
Die Sumpf-Schwertlilie

Sie wächst im flachen Wasser bis etwa 40 Zentimeter Tiefe oder in dauerfeuchtem Boden.
Sie ist in Deutschland heimisch und steht unter Naturschutz. Aus der Natur darf sie nicht entnommen werden.
Im Gartenteich breitet sie sich stark aus. Ein Pflanzkorb begrenzt sie.
Krankheiten
Rhizomfäule ist das häufigste Problem und entsteht durch Staunässe oder zu tiefes Pflanzen. Befallene Stellen werden bis ins gesunde Gewebe herausgeschnitten.
Blattflecken durch Pilze treten bei feuchter Witterung auf. Befallene Blätter werden entfernt.
Der Irisrüssler frisst an Rhizomen. Ein durchlässiger Boden und gesunde Pflanzen sind die beste Vorbeugung.
Wo Iris im Beet als Blickpunkt dienen soll, hilft der Beitrag Pflanzplan für ein langes, schmales Beet bei der Verteilung der Pflanzen.
Ähnlich wie bei der Iris lohnt bei Pfingstrosen ein Schnitt nach der Blüte, wann man Pfingstrosen zurückschneidet, erklärt ein eigener Ratgeber.
Häufige Fragen
Warum blüht meine Iris nicht?
Meist liegt das Rhizom zu tief oder der Standort ist zu schattig. Beides lässt sich durch Umsetzen beheben.
Wann pflanzt man Iris?
Bart-Iris im Juli oder August, Sibirische Iris und Sumpf-Schwertlilien im Frühjahr oder Herbst.
Wie tief kommt das Rhizom in die Erde?
Gar nicht tief. Die Oberseite muss sichtbar bleiben und Sonne bekommen.
Wie oft muss ich Iris teilen?
Alle drei bis vier Jahre. Sonst verkahlt der Horst von innen.
Ist die Iris giftig?
Ja, besonders das Rhizom. Es kann bei Verzehr Übelkeit und Erbrechen auslösen.
Welche Iris passt an den Teich?
Die Sumpf-Schwertlilie. Sie wächst im flachen Wasser bis 40 Zentimeter Tiefe.
Iris im Beet kombinieren
Bart-Iris blühen im Mai und Juni und ziehen danach ein. Sie brauchen Nachbarn, die die entstehende Lücke füllen.
Gut passen Steppensalbei, Katzenminze, Frauenmantel und Gräser. Alle drei vertragen dieselben trockenen, sonnigen Bedingungen.
Nicht geeignet sind Stauden, die viel Wasser brauchen oder die Iris beschatten. Beides schadet dem Rhizom.
Die Farbvielfalt
Bart-Iris gibt es in nahezu allen Farben außer reinem Rot. Gezüchtet werden Sorten in Weiß, Gelb, Blau, Violett, Braun und Schwarzviolett.
Der Name Regenbogenblume kommt genau daher. Die Gattung deckt das Farbspektrum breiter ab als fast jede andere Staude.
Zweifarbige Sorten mit unterschiedlich gefärbten Hänge- und Domblättern sind besonders verbreitet.
Iris als Schnittblume
Geschnitten wird, wenn die erste Blüte am Stiel gerade aufgeht. Die weiteren Knospen öffnen sich in der Vase.
In der Vase hält sie vier bis sechs Tage. Frisches Wasser jeden zweiten Tag verlängert die Zeit.
Der Stiel wird schräg angeschnitten und tief ins Wasser gestellt. Zusätze sind nicht nötig.
Winterschutz
Bart-Iris sind winterhart und brauchen im Beet keinen Schutz. Eine dicke Mulchschicht schadet sogar, weil sie Feuchtigkeit am Rhizom hält.
Frisch gepflanzte Rhizome im ersten Winter können mit etwas Reisig abgedeckt werden. Es wird im Frühjahr wieder entfernt.
Im Kübel gehaltene Iris brauchen dagegen Schutz, weil der Ballen durchfrieren kann. Ein geschützter Standort an der Hauswand reicht meist aus.
Quellen
Das passt dazu
Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:
- Calla pflanzen und pflegen: Eleganz für Haus und Garten
- Dahlien im Topf: pflanzen, pflegen und überwintern
- Jasmin pflanzen: Duftende Blüten für Garten und Balkon
Von Lucie, Redaktion spatenfreunde.de.

Lucie zieht Gemüse aus Samen und schreibt über Aussaat, Jungpflanzen und den Kalender fürs Gartenjahr.







